
Budde begründete ihre Einschätzung zum TV-Duell auch mit den augenscheinlichen Schwächen der Mitbewerber. „Herr Haseloff besitzt offensichtlich nicht die politische Konstanz, das Amt des Ministerpräsidenten auszufüllen“, verwies Budde auf die zahlreichen politischen Stellungswechsel des CDU-Herausforderers. So hat sich Rainer Haseloff noch vor ein paar Wochen klar zur Atomkraft bekannt und will heute die Laufzeitverlängerungen prüfen. Er hat immer gegen Mindestlöhne gekämpft und ist heute dafür. Er hat immer andere für Versprechungen kritisiert, die ohne neue Schulden nicht zu finanzieren wären. Letzte Woche hat er ein Zehn-Punkte-Sofort-Programm aufgestellt, das einen beispiellosen Wunschzettel ohne die geringste Gegenfinanzierung darstellt. Damit verabschiedet er sich von einem schuldenfreien Sachsen-Anhalt. „Wenn man sich das alles anschaut, dann ist Herr Haseloff im Wahlkampf völlig beliebig geworden, man könnte auch sagen populistisch“, so Budde. „Er hat diese Sprunghaftigkeit auch im TV-Duell in keiner Weise aufklären können. Beliebigkeit und Sprunghaftigkeit sind aber keine positive Eigenschaft eines Regierungschefs.“